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Endo-Week 2026

Vom 23. bis 30. September 2026 findet die Endo-Week statt. Sie macht auf Endometriose und Adenomyose aufmerksam und schafft Raum für Information, Austausch und die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Auswirkungen dieser Erkrankungen.

Endometriose ist eine chronische, systemische Erkrankung, bei der sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe ausserhalb der Gebärmutter ansiedelt. Die damit verbundenen Beschwerden können sehr unterschiedlich sein. Neben Schmerzen können unter anderem Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden und anhaltende körperliche Anspannung auftreten. Die Erkrankung kann weit über die körperlichen Symptome hinaus wirken und den Alltag, die Beziehungen sowie das psychische Wohlbefinden beeinflussen.

Für die Begleitung von Menschen mit Endometriose bedeutet dies, den Blick nicht allein auf die Erkrankung und ihre körperlichen Symptome zu richten. Auch die persönliche Erfahrung mit dem eigenen Körper, die Bewältigung des Alltags und der Umgang mit den eigenen Grenzen können wichtige Themen sein.

Bewegungs- und Körpertherapie als ergänzende Unterstützung

Als selbst Betroffene kenne ich die Herausforderungen, die eine Erkrankung mit Endometriose mit sich bringt. In meiner therapeutischen Arbeit verbinde ich deshalb, meine eigene Erfahrung mit meiner fachlichen Perspektive und meiner langjährigen Tätigkeit in der Bewegungs- und Körpertherapie.

Wenn Schmerzen, Erschöpfung oder Anspannung den Alltag bestimmen, kann sich das Verhältnis zum eigenen Körper verändern. Bewegungen werden vorsichtiger, manche werden vermieden, und der Körper wird oft so erlebt, als würde er gegen sich arbeiten. In der Therapie geht es darum, diesem Erleben Raum zu geben und schrittweise wieder andere und positive Erfahrungen mit dem eigenen Körper zu ermöglichen.

Sanfte, achtsame Bewegung, spielerische Übungen und die Erfahrung von Bewegung im Miteinander können dabei unterstützen, die eigenen Möglichkeiten zu entdecken und die Selbstregulation zu stärken. Es geht nicht darum, Schmerzen wegzubewegen oder den Körper zu überwinden. Vielmehr geht es darum, neue Handlungsspielräume zu entwickeln und diese zunehmend im Alltag umzusetzen.

Bewegungs- und Körpertherapie kann damit eine ergänzende Rolle in der Begleitung von Menschen mit Endometriose bieten. Sie richtet den Blick auf die Beziehung zum eigenen Körper, auf das persönliche Erleben und auf die Möglichkeit, sich selbst im Umgang mit der Erkrankung aktiv und zugleich behutsam und selbstwirksam zu begegnen.

Workshop «Den Körper an die Hand nehmen»

Im Rahmen der Endo-Week Zürich bin ich am 26. Septmeber um 14 Uhr mit slow fit bei einem Workshop vertreten. In einem Einblick in die Bewegungs- /Tanz- und Körpertherapie bei Endometriose werden wir uns mit lockeren Bewegungen, Musik und verschiedenen Formen von Kontakt beschäftigen.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihr eigenes Tempo zu finden, Pausen zu machen und selbst zu entscheiden, was für sie stimmig ist. Dabei geht es um die Erfahrung, mit sich selbst und mit anderen in Kontakt zu sein, ohne die eigenen Grenzen aus den Augen zu verlieren.

Ich freue mich, im Rahmen der Endo-Week meine Arbeit vorzustellen und mit Betroffenen sowie interessierten Fachpersonen ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen zur Endo-Week und zur Anmeldung finden Sie bei Endo-Help.